Neuhaus Sasse Ingendoh Architekten





Umbau Grundschule Turmweg, Hamburg Rotherbaum

Schulbau
Baujahr Bestand 1959
Planungsbeginn Frühjahr 2015
Umbauzeitraum Sommer 2016 bis Sommer 2017
Leistungsphasen LPH 1-8
BGF 1.900 m2

 

 

Bestand
Die Grundschule Turmweg besteht aus mehreren Einzelgebäuden, die auf einem weitläufigen Schulgelände verteilt liegen. Im Einzelnen sind dies bis dato: Der Verwaltungsbau, dem eine Aula und Pausenhalle angeschlossen sind, zwei freistehende, eingeschossige Klassenpavillons, die für die Vorschulklassen genutzt werden, ein Turnhallengebäude mit Schwimmbad sowie ein dreigeschossiger „Kreuzbau“ mit Unterrichtsräumen.
Mit dem Anwachsen der Grundschule ist der Raumbedarf der Grundschule im Bestand nicht mehr gedeckt. Nach Auflösung der Fremdsprachenschule wurde die Grundsatzentscheidung gefällt, den Gebäudebestand zwischen den beiden benachbarten Schulen Grundschule Turmweg und Jugendmusikschule aufzuteilen. Die Grundschule erhält das Gebäude 10 zur Deckung des Bedarfs an Unterrichtsfläche.
Das Gebäude 10 wurde in den 1950er Jahren in massiver Bauweise aus Stahlbetonelementen und Mauerwerk erbaut. Das Gebäude ist ca. 85 m lang, ca. 14 m breit und hat zwei Geschosse. Charakteristisch sind drei von außen gut ablesbare Treppenhaustürme, die jeweils vier Unterrichtsräume, zwei Gruppen- und Nebenräume erschließen.
Im Bereich der ehemaligen Hausmeisterwohnung am nördlichen Ende des Gebäudes werden die bodentiefen Fenstertüren an der Westseite im Zuge des Rückbaus des vorgestellten Balkons gegen Fenster mit Brüstung ausgetauscht.
Ein zentraler neugestalteter Haupteingang mit einem Vordach verbessert als neuer Anlaufpunkt die Orientierung und Erreichbarkeit der Räume und bindet das Gebäude an die neu gestalteten Außenanlagen des bestehenden Schulhofs.

 

 

Im Gebäude werden insgesamt 12 Unterrichtsräume sowie 2 Werkräume für unterschiedliche projektbezogene Nutzungen hergestellt. Jeder Unterrichtsraum wird durch einen angrenzenden  einsehbaren Gruppenraum zur individuellen Unterrichtsgestaltung ergänzt. Die ursprüngliche Grundrissstruktur aus der Entstehungszeit des Gebäudes wird wieder hergestellt.
Die Unterrichtsräume erhalten neue abgehängte Decken aus Gipskarton, die zur Verbesserung der Raumakustik in gelochter Ausführung eingebaut werden. Eine festinstallierte, akustisch wirksame Einbauwand mit Ablageflächen, Garderobe, Informations- und Ausstellungsflächen wird in jedem Unterrichtsraum vorgesehen. Die übrigen in Sichtmauerwerk gehaltenen Wandflächen bleiben erhalten. Die Räume erhalten neue Bodenbeläge aus farbigem Linoleum.
Die Flure im Erdgeschoss erhalten zur Verbesserung der Raumakustik eine Verkleidung aus farbig beschichteten Holzwolleplatten an den Wänden.
Da bislang im Bestand nur ein baulicher Rettungsweg für jeden Raum vorhanden war, wird die Fluchtwegsituation durch Einbau von Bypasstüren verbessert.
Die vorhandenen sanitären Anlagen werden dem Bedarf der Grundschule angepasst und entsprechend den heutigen technischen Erfordernissen hergerichtet.